So war es...

Bevor 1955 die erste Rallye Wartburg gestartet wurde, organisierten die Eisenacher Motorsportler bereits 1954 die "Fahrt durch Thüringens Wälder", eine Zuverlässigkeitsfahrt für Autos und Motorräder mit Start und Ziel in Eisenach am 27./28. November.

1955

Die erste "echte" Rallye Wartburg in Form einer Zweischleifen - Fahrt über 850 km mit 3 Sonderprüfungen. In der Starterliste der 69 Teams vor allem auch eine Reihe von Rennfahrern wie Heinz Melkus, Willy Lehmann, Kurt Straubel, Gottfried Pohlan, Kurt Rüdiger, Paul Thiel und Rudi Krause.  

1956

Ende September zweiter Lauf durch die damaligen Bezirke Erfurt, Halle, Suhl und Gera. Gegenüber der Premiere im Vorjahr war die Rallye nicht nur erheblich länger, sondern auch wesentlich härter: 500km Sternfahrt, 1000km Rallye, 5 Sonderprüfungen. Von 70 Startern kamen 49 ins Ziel.

1957

Die Rallye pegelte sich im Oktober ein. In diesem Jahr gab es auch die erste ausländische Beteiligung mit 3 Teams vom Motorsportclub Warschau.

1959

Weitere Ausweitung der internationalen Beteiligung: Die ersten Tatra 603 aus Koprivnice waren am Start, mit dem bekannten Rennfahrer Jaroslav Pavelka. Dazu noch die Skoda - Oktavia - Super unter Jaroslav Bobek.

1960

Rallye fahren wurde immer anstrengender. Besonders Mitte Oktober bei schwierigen Witterungsbedingungen mit Regen und Nebel, tiefhängenden Wolken in den Höhenlagen. 103 Starter gehen nach 200km Sternfahrt in die 1100km Zuverlässigkeitsstrecke. Kritische Abschnitte waren hier die Nacht - Sprints. Am härtesten traf es die Fahrer auf der Bergrennstrecke von Kelbra zum Kyffhäuser, die im dichten Nebel auf schmierigem Laub gefahren werden musste. Bei fehlender Sprecherbindung Start - Ziel waren zeitweise 3 Fahrzeuge "überfällig", die auf der Prüfung herausgeflogen waren und die man erst nach längerem Suchen fand.

1961

Nach mehrmaligen Terminverschiebungen doch noch Start im Oktober. Günstige fast ideale Witterungsbedingungen, so dass von 68 Startern 51 das Ziel erreichten. Es war eine Zuverlässigkeitsstrecke über 1203,6 km mit 3 Sprints und 2 Spezialetappen.

1962

Diesmal 1540 km bei dichtem Nebel, nasser und schmieriger Fahrbahn. Außer den Sprintstrecken 10 Runden Nachtleistungsprüfung auf dem Sachsenring. 

1963

Acht Länder mit 94 Fahrzeugen waren am Start. Neben den Clubfahren aus der DDR und Piloten aus Ungarn und Polen gab es auch ein PS- starkes Aufgebot aus Schweden, Dänemark, Finnland und Holland. Die 1238 km lange Strecke führte diesmal bis ins Erzgebirge und die Sächsische Schweiz.

1964

Verfrühte Blumen am Start für Kurt Otto zu seiner hundertsten großen internationalen Rallye brachten ihm in diesem Jahr kein Glück. Nach nur 80 km flog der graue Wartburg mit der Startnummer 50, als er durch das Kurvenlabyrinth auf lockerem Streusand zum Hexentanzplatz hochfegte, nach zweimaligen Überschlag ins Gebüsch.

1965

X. Internationalen Rallye als Jubiläumsveranstaltung mit spektakulären Abschlussrennen auf dem Stadtrundkurs im Ernst - Thälmann - Viertel in Eisenach - Nord.

1966

Härteste und schwerste Fahrt in der Geschichte der Rallye Wartburg überhaupt. 135 Starter, 37 am Ziel. Es war eine Nonstopfahrt über 1700 km in etwa 33 Stunden.

1969

Harter Test auf 1516 km für 70 Fahrzeugbesatzungen aus der DDR, UdSSR, Dänemark und Polen. Trotz hoher Anforderungen noch 37 Autos am Ziel. Gleichzeitig war diese Rallye der bis dato größte Erfolg für das Eisenacher Werk.


1970

Schwere Fahrbedingungen durch wechselhaftes Wetter mit anhaltenden Schneefällen in den Kammlagen, starkes Schneetreiben und Schneeglätte. Nachts teilweise starker Nebel. Alle Teilnehmer hatten große Schwierigkeiten bei den laufenden Veränderungen der Reifenbestückung.

1971

Starke internationalen Besetzung mit Startern aus der UdSSR, CSSR, Dänemark, Polen, Bulgarien und Ungarn. Erster Sieg in der Gesamteinzelwertung für das Eisenacher Fahrerpaar Peter Hommel/Günter Brok.